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行政大楼第三部分修复丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh

2022/10/14 00:00:00
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行政大楼第三部分修复丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-0
Amtshaus III - Kopfbau zur Uraniastrasse ca. 1965
照片 © BAZ Fritz Maurer
行政大楼第三部分修复丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-3
Übersichtlicher Erschliessungs- und Kommunikationsbereich für den täglichen Austausch
可视化 © studio 12
行政大楼第三部分修复丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-6
Offene Teamzone für konzentriertes Arbeiten unter dem ordnenden Dachstuhl
可视化 © studio 12
行政大楼第三部分修复丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-9
Längsschnitt durch die Erschliessungszone
图纸 © nik biedermann architekt
行政大楼第三部分修复丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-12
Querschnitt
图纸 © nik biedermann architekt
行政大楼第三部分修复丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-15
Grundriss Dachgeschoss
图纸 © nik biedermann architekt
建筑师:nik biedermann architekten gmbh
位置:Lindenhofstrasse 21, 8001 Zürich, 瑞士
年份:2022
Programm:Städtisches Verwaltungsgebäude
Bauherr:Stadt Zürich
Baurealisation:dierealisatorin.ch gmbh
Rauminhalt SIA 416:-
Gebäudekosten BKP 1-9:ca. Fr. 19Mio
Planerwahlverfahren, selektiv:2022, 1. Rang
Ausführung:2022 - 2026
Das Amtshaus III wurde zusammen mit den Amts- häusern I, II und IV in den Jahren 1910-1914 als Teil einer grossen städtebaulichen Vision im Zentrum Zürichs von Gustav Gull erbaut. Von 1998-2003 erfuhr das Amtshaus III eine Gesamtsanierung unter Betrieb und in Etappen. Seither sind diverse kleinere Instandsetzungsarbeiten und Umbauprojekte ausgeführt worden. Die nächste Gesamtsanierung steht in 15-20 Jahren an. In der Zwischenzeit soll das Gebäude nach dem Auszug der heutigen Nutzenden teilinstandgesetzt werden.
Die ursprüngliche Winde im Kopfbau des Amtshaus III wurde in mehreren Schritten mit erheblichen strukturel- len Massnahmen zu heute wertigen Arbeitsräumen transformiert. Dabei entzog sich dieser Raumbereich anlässlich der langjährigen Umbauarbeiten durch Martin und Elisabeth Boesch ihren sorgsam formulier- ten Spielregeln im Zusammenhang mit der Gullschen Lektüre. Für einen weiteren Zeitraum bis zur Gesamt- instandsetzung sollen die Räume abermals im ge- samten Gebäude für Bedürfnisse der Stadtverwaltung nach dem worksmart-light-Konzept eingerichtet und genutzt werden können – so auch im 5.Obergeschoss.
Strukturell nicht benötigte Einbauten werden rückge- baut und damit der lokal eingeengt wirkende Dach- raum angemessen aufgebrochen. Innerhalb des über- geordneten Raumperimeters wird der Dachstuhl als sinnstiftendes Merkmal eines Dachgeschosses stärker freigelegt, an den sichtbaren Raumkanten verdeutlicht und so ein zusammenhängendes, räumliches Ord- nungsprinzip geschaffen. Mit einem clin d'oeil ist die logische Kraftableitung in der Dachstuhlmitte wieder erfahrbar und dient als Anker für die Stehbar. Auf tiefergreifende Massnahmen wird anlässlich dieser Teilinstandsetzung verzichtet, um einem zukünftigen Ausbau des gesamten Dachraums nicht vorzugreifen (vgl. AH IV). Das Gebot der Reversibilität hat weg- weisenden Stellenwert.
Vier raumhaltige, hölzerne Einbauten fluchten unter den Kanten des überhöhten Dachraums, lenken den Bewegungsfluss und gliedern den neu zusammenhän- gend wahrgenommenen Raum in einen mittig gelege- nen Kommunikations- und einen peripheren Arbeits- bereich. Die Setzung der Einbauten, ihre Ausdehnung und Höhe erlauben sowohl ein konzentriertes ungestör- tes Arbeiten als auch ein lebendiges, individuelles Mit- einander in der durchmischten Erschliessungs- und Kommunikationszone. Die Einbaumöbel sind modular konzipiert und nehmen die spezifischen Anforderungen des Raumprogramms wechselweise auf. Dem Trep- penhaus ist ein durchlässiges Kupplungsstück in der Logik der Einbaumöbel angedockt, um zwischen den aufeinanderprallenden Geometrien des Tonnenge- wölbes und des hohen Dachraums zu vermitteln. Mit der vorgeschlagenen Raumordnung kann nicht nur die Grösse der Teamzonen, der Bereich der Gäste- arbeitsplätze, sondern auch der Kommunikations- bereich flexibel variiert werden.
Bei der Wahl des Materials greifen die Bösch’en Spielregeln aus der Zeit der Hauptintervention im Amtshaus III. Als wesentliches Merkmal der Arbeits- räume ist das Deckenrelief als Spiel zwischen rusti- kalem, grau lasiertem Dachtragwerk in Reminiszenz zur ursprünglichen Winde und feinen, vollflächig ein- gefügten Akustikprofilelementen prägend. Die Böden erhalten einen Linoleumbelag im warmen Rot gebran- nter Erde. Die der Erschliessungsräume werden hierarchisch mit Feldern in hellerem und Friesen in dunklerem Grau betont. Die Wärme des Holzes, das als Leitmaterial durch das Haus begleitet, wird mit den raumbildenden Einbauten fortgeführt. In denen sind die mit textilen Polsterungen ausgekleideten Nischen zum bequemen Sitzen und Füllungen aus Korkschrot als akustisch absorptionsfähige Pinn- wände eingebettet. Über all dem steht der Einfall des Tageslichtes, welches in die Tiefe des Hauses geführt wird und im Dachgeschoss gleichmässiger verteilt ist – so auch für die dreiseitige Wandfüllung im überhöh- ten Raumbereich, die ein schwebendes Eigenleben zu führen scheint und als willkommener Kunstträger sublimiert werden kann.
Der Dachraum ist ab dem 5.OG zu einem einzigen Brandabschnitt zusammengeführt. Die Kalträume und die Technik bleiben zur Inspektion zugänglich. Dafür kann die motorisiert betriebene Hebetreppe durch eine unscheinbare, betriebsarme Estrichtreppe ersetzt wer- den. Als hindernisfreier Zugang für das 5.OG erweist sich der Aufzug bei den Eingängen an der Lindenhof- strasse 23 / Werdmühlestrasse 10 als möglich. Beide Zugänge sind entsprechend ausbaufähig. Ein Treppen- lift zwischen Teamzone und Kunstsammlung kann intern die Abteilung hindernisfrei erschliessen und schafft die Brücke zu besagtem Lift.
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