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Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh

2022/04/05 00:00:00
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Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-0
Städtische Poliklinik 1936
照片 © BAZ Wolf Bender's Erben
Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-3
Haupteingang 1936
照片 © BAZ Wolf Bender's Erben
Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-6
Publikumslenkung durch übersichtliche Orientierung im Treppenhaus
可视化 © studio 12
Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-9
Einladender Einblick zum Empfang durch hohe Transparenz
可视化 © studio 12
Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-12
Heitere Farbigkeit und angenehme Raumstimmung für das Warten
可视化 © studio 12
Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-15
Querschnitt - Publikumsperimeter mit warmem, textil anmutendem Vorhang
图纸 © nik biedermann architekt
Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-18
Längsschnitt - Grosszügige Verteilung der Aktivitäten auf den Regelgeschossen mit Publikum
图纸 © nik biedermann architekt
Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-21
Erdgeschoss - Logischer Bewegungsablauf für alle
图纸 © nik biedermann architekt
Städtische Poliklinik 修复与改造丨瑞士苏黎世丨nik biedermann architekten gmbh-24
Geschossgrundrisse im Mst 1:200
图纸 © nik biedermann architekt
建筑师:nik biedermann architekten gmbh
位置:Herman-Greulich-Strasse 70, 8004 Zürich, 瑞士
年份:2022
Programm:Schulsozialdienste des Schulkreises Limmattal
Bauherr:Stadt Zürich
Baurealisation:dierealisatorin.ch gmbh
Rauminhalt SIA 416:-
Gebäudekosten BKP 1-9:ca. Fr. 8Mio
Planerwahlverfahren, selektiv:2022, 1. Rang
Ausführung:2022 - 2026
Das ursprünglich als städtische Poliklinik um 1935 er- stellte Gebäude ist noch geprägt vom Geiste der nüch- ternen Sachlichkeit, wie historische Bilder aus dem BAZ erahnen lassen. Sowohl die klare Raumstruktur als auch der Innenausbau ist stark funktional begrün- det und spiegelt die gesellschaftliche Errungenschaft der Institution seiner Zeit. Die robuste, zweckmässige Materialwahl – wesentlich auf Dauerhaftigkeit ausge- legt – ist an Bauteilen der Fassade, am Portal und im Treppenhaus noch gut erkennbar, trotz der nutzungs- bedingten, innenräumlichen Verdichtung im Laufe der Zeit. Die Räumlichkeiten sollen neu für die Schulso- zialdienste eingerichtet werden, deren Bedürfnisse eher in Gehäusen von subtiler, psychologisch gepräg- ter Behaglichkeit liegen.
Wenige gezielte Eingriffe in die Raumstruktur – unter Reflexion des ursprünglichen Organisationsprinzips – heben gefangene Räume auf, reduzieren und konzen- trieren Zugänge am Treppenhaus und verbessern so vor allem die Eindeutigkeit durch Transparenz inner- halb der horizontalen Erschliessung auf den Regelge- schossen, noch im Sinne des Baugesetzes für die mögliche Bestandsgarantie. Dabei stehen die Mass- nahmen um den erforderlichen, hindernis freien Auf- zug nicht in Abhängigkeit zur Neunutzung. Obsolete Einbauten und Schächte können rückgebaut werden.
Innerhalb der horizontalen Erschliessung entlang der Längsachse des Gebäudes ist aufgrund der Raumdi- mensionen eine Doppelfunktion auf den zwei Regel- geschossen naheliegend und sinnvoll – sowohl für das Ankommen, das Warten und Empfangen werden, als auch für das Zirkulieren. Dabei ist die natürliche Belichtung, die Übersichtlichkeit und eine angenehm diskrete Distanz zwischen wartenden Personengrup- pen, aber auch gegenüber Zirkulierenden in diesen Räumen wegweisend für das Wohlbefinden des Ziel- publikums und des Personals. Die Wartebereiche auf den dem Publikum zugänglichen Geschossen sind geräumig, durchlässig und gewährleisten mit angemessen proportionierten Bänken zwischen Durchgängen die Aufnahme unterschiedlicher Anzahl Besucher – auch im EG mit dem Bereich des SAD, wo periodisch mit Schulklassen zu rechnen ist. So kann langfristig flexibel auf sich verändernde räum- liche Bedürfnisse der einzelnen Fachdienst reagiert werden. Im EG lassen sich um den Empfang wahl- weise Betriebsgruppen mit wenig Publikumskontakt konzentrieren und verbinden. Im OG soll der Aufent- halt auf die Teeküche reduziert werden, um gegen- seitige Störung mit dem Publikum auf dem Weg zur Beratung konsequent zu vermeiden.
Die einfache Raumabfolge und hohe Transparenz für eine hilfreiche Durchsicht innerhalb der Publikums- bereiche fördern die Orientierung und Auffindbarkeit für Besucher und Personal gleichermassen. Unmittel- bar nach dem Gebäudeeingang ist eine einladende Wirkung im Treppenhaus mit dem Mittel einer Lasur als warme Farbkomposition mit geometrischen, textil anmutenden Motiven an den Wänden appliziert erleb- bar - ähnlich einem begleitenden Vorhang, der einen willkommen heisst und den Publikumsperimeter über dem kontrastreichen Kunststeinboden umgibt. Die we- nigen Öffnungen im Vorhang geben den Blick durch verglaste Türflügel aus Eiche zum Empfang und den Wartebereichen frei. Es ist ein Ankommen in ange- nehmer Atmosphäre geprägt von einer heiteren Far- bigkeit. Ein auberginefarbener, weicher Linoleum- belag ebnet den Weg zum Empfang. Beidseitig sind zwischen den Raumzugängen wohlproportionierte, gepolsterte Bänke aufgereiht die zum angenehmen Sitzen in verschiedenen Gruppen oder als Familie einladen. Abstand mit seitlichen Ablagen und ein Rücken aus einer akustisch dämpfenden Textilbe- spannung fördern das so wichtige Gefühl von Gebor- genheit während des Wartens, bis einen eine vertrau- te Person zum Gespräch abholt. In wenig frequen- tierten Wartebereichen können auch Flächen zum Spie- len in Beschlag genommen werden. Gefasst sind die Bespannungen von hölzernen Rahmungen, die zusam- men mit den Türfuttern raumgliedernde Verblendungen vor den hellen Wänden bilden.
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