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Farbenfroh und cool: So lebt die trendige Modedesignerin Stine Goya in Kopenhagen
Stine Goya hat sich noch nie an Konventionen gehalten. Ihr Haus in Kopenhagen trägt ihre unverwechselbare Handschrift: bunt, aber nicht niedlich, cool, aber nicht kühl.
Modedesignerin Stine Goya und ihr Ehemann Thomas Hertz im Esszimmer ihres Reihenhauses in Kopenhagen.
Stine Goya lebt in diesem farbenfrohen Haus mit ihrer Familie. Sehen Sie hier das interessante Skandi-Design.
An der Farbe Lila scheiden sich ja seit jeher die Geister. Für die einen „der letzte Versuch“, für die anderen ein Zeichen von Macht: Je höher der hierarchische Aufstieg in der katholischen Kirche beispielsweise, desto zahlreicher die violetten Farbtöne der Gewänder. Aufsteigen kann man aber auch ohne geistlichen Hintergrund sehr elegant in
: in Stine Goyas Haus in Kopenhagen, die ihr
komplett in Lila tauchte. „Vor ein paar Jahren wäre das vielleicht noch geschmacklos gewesen“, so die Designerin, die sich jedoch noch nie an gängige Farbkonventionen gehalten hat. „Es ist aber einfach ein so wohltuender Farbton, dass ich mich immer ruhig und glücklich fühle, wenn ich durch die Eingangstür komme.“ Die Designerin des gleichnamigen dänischen Womenswear-Labels ist eine wahre Meisterin der Erschaffung unkonventioneller Farb- und Musterwelten. „Farben ziehen meine Aufmerksamkeit auf sich, vor allem anderen. Alles, was ich tue, wird von dem Wunsch angetrieben, ein auf jede erdenkliche Weise ‚buntes Leben‘ zu führen.“
Reihenhauses bezog sie 2019 mit ihrem Mann Thomas Hertz, CEO von Stine Goya, und ihren Kindern Elliot, neun, und Abel, sechs. Gelegen in einem historischen Viertel, bestehend aus Arbeiterhäusern aus dem späten 19. Jahrhundert namens
– was übersetzt so viel wie „Kartoffelhäuser“ bedeutet. Die ursprünglich für Werftarbeiter entstandenen Häuschen sind in engen Reihen gebaut – so wie die dort zuvor angepflanzten Kartoffeln. Das Viertel bietet das, wonach sich Hauskäufer:innen auf der ganzen Welt sehnen: das Gefühl eines Dorfes inmitten des Großstadttrubels. Die örtliche Schule befindet sich gleich gegenüber, und Stine und Thomas können in 15 Minuten zu Fuß zur Arbeit gehen. „Es ist sehr schön, mitten in der Stadt zu sein und trotzdem eine kleine Gemeinschaft zu haben“, sagt Stine. „Ich bin außerhalb Kopenhagens in einem Dorf aufgewachsen, und hier fühlt es sich ganz ähnlich an.“
Ein Idyll, vor dem sie als rebellischer Teenager zunächst flüchtete. Gekleidet in unangepasste, seltsame Neon-Outfits zog sie im Alter von 16 Jahren für ein Jahr allein nach Honduras. Zurück in der westlichen Hemisphäre startete sie in London ihre Karriere als Model unter dem Pseudonym
(Stine war den Agenturen zu sperrig) und lief für große Häuser wie beispielsweise Chanel. 2006 fasste sie, einen Kunsthochschulabschluss der Central Saint Martins in der Tasche, den Entschluss, in ihrer Heimatstadt Kopenhagen ein eigenes Modelabel zu gründen: „Es gab im minimalistisch ausgerichteten
Markt eine Lücke für künstlerische und verspielte Entwürfe, und ich beschloss, diese zu füllen.“ Gesagt, getan: Heute füllen ihre modischen Kreationen Kleiderschränke auf der ganzen Welt. Um ihren eigenen Kleiderschrank unterzubringen, ließ die Designerin eigens einen Keller ausheben. Ja, gibt sie zu, es ist ein Traum. Aber einer, der gar nicht mal so unverschämt teuer war, wie man zunächst meinen möchte. Zumindest die Schränke sind von
, die Fronten aber ließ sie aus Polyethylen in auffallend kräftigen Regenbogentönen anfertigen – ihr rebellisches Teenager-Herz hätte vermutlich gejubelt!
Die schmale Holztreppe führt zum Schlafzimmer und den Badezimmern. „Ich wollte, dass die Treppe der rote (oder violette Faden) ist, der alle Räume miteinander verbindet“, sagt die Designerin.
Das Wohnzimmer ist in hellem Grau gestrichen, Farbakzente werden durch die Vintage-Möbel gesetzt. Die riesige Deckenleuchte ist von Thomas Poulsen.
Bei der Auswahl der Farben ließ sich Stine viel Zeit: „Jeder Bereich des Hauses hat eine bestimmte Stimmung und ein bestimmtes Licht, und es ist wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen“, sagt sie. Die Palette, auf die sie so oft zurückgreift, beschreibt sie als „staubige, fast schmutzige Farben“, wie das erdige
der Küche oder das helle Grau der Wohnzimmerwände. In der Kombination dieser „schmutzigen“ Töne mit frischen Pastellfarben liegt vielleicht der Schlüssel zu dem ganz speziellen Goya-Look: So großzügig Bonbonfarben verwenden, ohne jemals nach Süßwarenladen auszusehen, kann nur Stine Goya. Bestes Beispiel dafür ist ihr
: Wände und Decke gestrichen in einem sanften, leuchtenden Rosa, das in Kombination mit den gebrochenen Tönen der Möbel und Accessoires nicht niedlich, sondern
und zeitgemäß wirkt. Oder in Stines Worten: „Ich habe immer ein rosa Schlafzimmer, weil es wirklich schön ist, darin aufzuwachen. Es fühlt sich einfach nach zu Hause an.“
„Alles, was ich tue, wird von dem Wunsch angetrieben, ein auf jede erdenkliche Weise ‚buntes‘ Leben zu führen.“
Die Böden sind größtenteils aus Eichenholz im Fischgrätmuster, und dort, wo ein anderes Material verwendet wurde – wie Marmor im Badezimmer und Keller –, ließ die Designerin das Fischgrätmuster fortsetzen. Dazu setzt sie leuchtende Akzente, wie zum Beispiel den mintgrünen Stoff von
, mit dem das maßgefertigte Ecksofa im Wohnzimmer des Erdgeschoss bezogen ist und auf dem ihre Kinder nach der Schule gern sitzen. Jeder Aspekt ist sorgfältig durchdacht. Erst kürzlich hat sie die Pergola im Vorgarten grün gestrichen. „Ich dachte, dass das
Stine Goya im Wohnzimmer ihres Kopenhagener Hauses. Rechts daneben hängt John Kørners „Kamilla at Night“-Gemälde (2009). Davor ein Stuhl von Muller Van Severen.
Das maßgefertigte Sofa im Lesezimmer des Erdgeschosses ist mit mintgrünem Stoff von Pierre Frey bezogen.
„Unser Haus ist ein intimes und kreatives Universum, das sich einladend und vertraut anfühlt, sobald man es betritt“, findet die Designerin. „Wir haben es mit unerwarteten Elementen und persönlichen Erinnerungsstücken von unseren Reisen dekoriert.“ Viele der Stücke stammen zudem von befreundeten Künstler:innen und Designer:innen. Der fliederfarbene Stuhl im Wohnzimmer ist beispielsweise von
, die, wie Stine, eine dänische Absolventin des Londoner Central Saint Martins ist. „Ich finde, ihre Art, Farben zu verwenden, passt gut zu meinem Universum.“ Andere farbenfrohe Objekte stammen von dem Künstler Thomas Poulsen (auch bekannt als FOS), der den charakteristischen, kegelförmigen Kronleuchter aus Messing hergestellt hat, der bei Stine im Wohnzimmer steht. Poulsen hatte bereits eine Wandleuchte (für das Wohnzimmer im Erdgeschoss) angefertigt, und Stine bat ihn, eine größere Deckenleuchte zu entwerfen, die später in seine Kollektion aufgenommen werden sollte – dieselben Leuchten wurden dann in den Céline-Geschäften verwendet, als Poulsen für die Marke entwarf.
Die Hausherrin glaubt an eine Mischung aus Alt und Neu. „Die Leuchte, die wir über unserer Kücheninsel hängen haben, ist ein altes
-Stück, das ich auf einer Website gefunden habe“, sagt sie. Im Wohnzimmer gibt ein Gemälde von John Kørner, dem Freund des Paares und früheren Mitarbeiter von Stine Goya, den Ton an. „Er kann sehr gut mit Farben umgehen, und ich liebe die versetzte Holzrahmung – die Rahmung ist immer sehr wichtig.“ Davor steht ein rosaroter „Duo Seat“ von
, ein moderner Klassiker, der früher im Büro von Stine Goya stand. „Es ist ziemlich schwierig, darin zu sitzen, weil er sehr niedrig ist“, gibt sie zu. „Er ist also eher ein Kunstobjekt. Aber ich liebe ihn wirklich sehr.“
auf beiden Seiten des Erdgeschosses ist das Haus ideal für das Familienleben geeignet. „Wir verbringen viel Zeit in der Küche an der Vorderseite des Hauses, und es ist einfach schön, wenn ich, während ich das Essen zubereite, die Kinder im Vorgarten sehen kann und Thomas im Garten hinterm Haus ist.“ An lauen Abenden bringt das Paar die Kinder ins Bett und begibt sich mit einer Flasche Wein auf die Holzterrasse im ersten Stock. Da ist es wieder das perfekte Idyll… Wir sind gespannt, in welches südamerikanische Land Stines Kinder einst Reißaus nehmen werden.
Die für die Gegend so charakteristischen Backsteinwände ihres Hauses in
, einer Arbeitersiedlung aus dem späten 19. Jahrhundert.
Das pinke Schlafzimmer. Im Hintergrund ein Kunstwerk von Tal R. „Bonbon“. Die Deckenleuchte ist vom ebenfalls aus Dänemark stammenden Label Hay.
Die Küche des Hauses befindet sich im Erdgeschoss. Die Leuchte über der Insel ist ein Vintage-Ebay-Fund.
Die bunten Kleiderschränke in Kombination mit einem gelben Muller-van-Severen-Stuhl.
Das Badezimmer im obersten Stockwerk ist silbermetallic gestrichen, um das Licht zu reflektieren. Die zwei Spiegel von Gio Ponti sind aus den 1950er-Jahren.
Die Terrasse im Hinterhof mit Muller-van-Severen-Möbeln.
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