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Umbau einer Altbauwohnung: Ein Apartment in Berlin Kreuzberg wird zu einem hellen, zeitlosen Zuhause
Hauptsache nachhaltig! Der junge Architekt Christopher Sitzler macht vor, wie man eine angestaubte Dreizimmer-Altbauwohnung mit neuem Grundriss und ein paar klugen Kniffen in ein zeitloses Zuhause verwandelt.
Ob wuchtiges DDR-Hochhaus oder charmanter Gründerzeitbau: Der Berliner Architekt Christopher Sitzler arbeitet am liebsten mit dem Bestand – und widmet sich dem Umbau.
im Ortsteil Mitte vorbeiläuft, sieht er dort genau das, was er in seiner Arbeit nicht sehen will. Ein Haus, das, zumindest optisch, kaum noch etwas zu tun hat mit der Idee, die Architekt:innen und Bauherr:innen irgendwann mal davon hatten. „Da sollte es mal Betonfertigteile und eine ganze Reihe Balkone geben“, beschreibt Sitzler das Rendering-Bild, das noch am Zaun vor der Baustelle hängt. „Jetzt ist das nur noch eine traurige weiße Putzfassade mit ein paar bunten Fensterlaibungen. Alles andere wurde wegrationalisiert.“ Etwas, das in der Branche bekanntlich nicht selten passiert. Und das sei doch ziemlich schade, findet Sitzler. „Es gibt einen ehrgeizigen Entwurf, und dann scheitert es am Geld. Oder auch schon mal an der technischen Machbarkeit.“
So nachhaltig geht Christopher Sitzler seine Projekte an – auch den Altbau in Kreuzberg
. Und das in vielerlei Hinsicht: indem man robuste Lösungen ohne viel Schnickschnack austüftelt, die sowohl Sparmaßnahmen als auch dem Zahn der Zeit standhalten. Indem man erst mal sehr genau prüft, was technisch überhaupt möglich ist; indem man Materialien verwendet, die in Würde altern, sich gut reparieren lassen und nicht nach zehn Jahren unbrauchbar und unansehnlich sind; indem man nicht permanent neu baut und dadurch Unmengen an CO2 in die Luft pustet, sondern das, was schon da ist, wertschätzt und revitalisiert.
Raum schaffen: Früher gab es in der 80-Quadratmeter-Wohnung nur eine kleine Küche. Christopher Sitzler veränderte den Grundriss so, dass ein großzügiges Wohnzimmer samt Ess- und Kochbereich entstand.
Das war die Vorgehensweise des Architekten für den Umbau des Altbaus
Umbau einer Altbauwohnung
im quirligen Wrangelkiez in Kreuzberg. Eine Bekannte wollte hier in ein Eigenheim investieren und bat den Architekten um Rat. Taugte die Immobilie überhaupt? Eine typische Dreizimmer-Gründerzeitwohnung mit einem altbackenen „Schlauchbad und einer Schlauchküche“, wie Sitzler sagt. Gelegen zum Innenhof, ebenso wie das Schlafzimmer, das so klein war, dass nicht mal ein Doppelbett reinpasste. Aber die Wohnung hatte Potenzial, und Sitzlers Bekannte schlug auf seinen Rat hin zu, denn da waren die zwei „wunderschönen“ zur Straße gelegenen Zimmer. Den Grundriss gestaltete der Architekt kurzerhand um: Die beiden vorderen Räume wurden zu einem großzügigen Wohn-Essbereich mit offener Küche zusammengelegt. Aus den drei hinteren Räumen entstanden zwei. Ein Teil der ehemaligen Küche wurde dem Schlafzimmer zugeschlagen, ein anderer dem Bad.
Spiegeleffekt: Die Schrankfronten in der Küche sind glänzend, damit sie das Licht vom gegenüberliegenden Fenster reflektieren. Die Insel dagegen ist matt.
Eine Küche mal eben zu versetzen ist eine vermeintlich simple, aber nicht unbedingt triviale Lösung. Denn wer ein Bad oder eine Küche verlegt, hat meist Probleme mit fehlenden Zu- und Abwasserleitungen. Sitzler verhalf sich mit einem Kniff, einer Hebeanlage. Die versteckt sich in einem der Küchenschränke, pumpt das Abwasser in Richtung Decke, von wo es in den Flur gelangt und durch neu verlegte Rohre – versteckt in der ohnehin für die Elektrik abgehängten Decke – zum alten Abwasserrohr. „Gerade beim
Umbau einer Wohnung
ist man ja stark reglementiert, weil man mit der vorhandenen Substanz arbeiten muss. Da schaue ich erst mal ganz genau: Wo sind Schächte? Wie kommt man da hin? Wo sind Elemente wie Leitungen, Rohre, tragende Wände, die ich nicht oder nur schwer bewegen kann? Und was dagegen kann ich bewegen? Auf all diesen Überlegungen baue ich dann den Entwurf auf“, erklärt Sitzler. Und so müssen am Ende auch keine Abstriche gemacht werden. Die 79-Quadratmeter-Altbauwohnung, die vorher etwas angestaubt und gedrungen wirkte, ist nun ein helles, modernes und zugleich
zeitloses Zuhause
– mit einer zentralen Umgestaltung im Grundriss und vielen kleinen, aber feinen Details.
Ton in Ton: Die unbehandelte beige Decke spiegelt die Farbwelt der Dielen. Auch die Vorhänge wurden passend gewählt.
Es sind nicht immer nur Stuck und hohe Decken, die das Besondere an einem Altbau ausmachen
Das wohl markanteste unter ihnen ist die Decke im Wohn-Essbereich. Die war mit Tapete beklebt, erzählt Sitzler, darunter tat sich eine Überraschung auf. „Je nachdem, wie viele Leitungen in so Decken früher mal verlegt worden sind und wie viel da nachgespachtelt wurde, sehen die roh sehr unterschiedlich aus. In der Regel streicht man sie über.“ In diesem Fall aber wurde alles so belassen, wie man es unter der Tapete vorfand. Denn der Lauf der Jahrzehnte und der Rauch der
gesorgt, eine beige-marmorierte Färbung des Putzes, die perfekt zum Ton des alten Dielen- und Parkettbodens passt.
Genau das ist es, worauf es für Christopher Sitzler ankommt: Die Qualitäten der Substanz erkennen. Und das seien eben nicht immer
. Da müsse man schon ganz individuell schauen und herausarbeiten: „Welche Elemente sind das Besondere an einem Projekt? Was macht gerade diese Wohnung oder dieses Haus einzigartig?“
Altbaucharme im Wrangelkiez in Berlin-Kreuzberg.
Reichlich Platz bietet die neue, bodentiefe Dusche.
Großformatige Terrazzofliesen verleihen dem ansonsten eher cleanen Badezimmer Wärme. Edelstahlarmaturen von Vallone.
Stauraum
im Flur bietet der verspiegelte Garderobenschrank.
Einheitliche Farben und schwere Vorhänge verleihen dem Schlafzimmer Gemütlichkeit.
Das Schlafzimmer war ursprünglich zu schmal für ein Doppelbett. Es wurde um die ehemalige Küche erweitert, um außerdem noch Platz für einen Einbauschrank zu schaffen.
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