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Mit Blick auf den Eiffelturm: Humbert & Poyet renovieren ein spektakuläres Apartment in Paris
250 Quadratmeter Spielfläche für Marmor aus Carrara: Im Herzen von Paris verhalfen Humbert & Poyet einer verfallenen Wohnung mit ausgesprochener Detail-Verliebtheit zu neuem Leben.
Humbert & Poyet renovieren eine 250 Quadratmeter große Wohnung im Herzen in Paris.
Stellen Sie sich das einmal vor: Ein 250 Quadratmeter großes Apartment mit Blick auf den
Eiffelturm
verfällt über 60 Jahre lang zusehends. Ein Glücksfund für einen Entrepreneur und seine Frau, die nach einem neuen Zuhause im Herzen von Paris suchten. Spektakulärer könnte die Lage nun wirklich nicht sein: Nicht nur das Wahrzeichen der Stadt erblickt man aus dem Fenster, im Süden überschaut man auch den Jardin des Tuileries, eine der schönsten Parkanlagen Europas.
Ein Sofa als Centerpiece
Das Apartment befand sich in ausgesprochen schlechtem Zustand, als das Ehepaar, das lieber anonym bleiben möchte, Emil Humbert und Christophe Poyet mit dem
Umbau
beauftragten. „Wir mussten wirklich alles renovieren und ordneten auch den Grundriss neu“, erzählt Emil Humbert. Die Räume wurden vergrößert, und weil der Hausherr gerne kocht, rückte die Küche ins Zentrum der Wohnung und ist nicht länger im hinteren Teil versteckt; jetzt erreicht man sie als ersten zentralen Raum der Wohnung durch einen großen, quadratischen Flur. Der Küchenblock aus alpingrünem
Carrara-Mamor
dient als Empfangsplatz für Gäste: Gastlichkeit war dem Paar besonders wichtig, also finden am maßgefertigten Esstisch mit Intarsien zehn Gäste Platz. Und sollte die Party einmal nicht in der Küche enden, bietet das raumgreifende Sofa von De Sede als Centerpiece im Wohnzimmer ausreichend Platz.
Weil das Ehepaar nicht nur nach einem neuen Zuhause für sich, sondern auch für seine herausragende Kunstsammlung suchte, dienten Arbeiten von George Condo, Kelley Walker oder Stefan Brüggemann als Grundlage des Interiors. Humbert und Poyet integrierten Skulpturen wie Malereien effektvoll und unaufdringlich, sodass keine museale Szenerie entsteht, sondern vielmehr der Eindruck, dass hier wirklich mit Kunst gelebt wird. Fürs Mobiliar setzte das Pariser Duo vorwiegend auf Maßanfertigungen, hinzu kommen Entwürfe aus ihrer Kollektion, Vintage-Pieces und Stücke von Designer:innen wie Emmanuelle Simon, Bassam Fellows, Pierre Paulin oder
Kelly Wearstler
. „Wir hätten das Apartment auch nur mit unseren Möbeln füllen können. Aber es sollte kein Humbert & Poyet-Showroom werden, sondern ein Zuhause.“
Tactility
, Haptik und die Liebe zum Detail
Müsste man Humbert & Poyets Praxis in einem Wort zusammenfassen, so wäre es Taktilität – kaum einem Duo gelingt es, so nonchalant Materialien und Oberflächen miteinander zu kombinieren. Die Farbpalette ist gewohnt nüchtern, die Designer spielen mit changierenden Sand-, Creme-, Braun und Grautönen. Alles möchte man anfassen, die Hand über das lederne
„Tatzelwurm“
-Sofa gleiten lassen, über die kalte Carrara-Platte des Küchenblocks, die bronzenen Türgriffe des Kleiderschranks oder die Wandpaneele aus Nussbaumholz. „Der Hausherr war sehr involviert im Design-Prozess“, erzählt Emil Humbert. Eine Carte blanche gab es also nicht. Das ist kein Projekt, bei dem die Käufer in ein gemachtes Heim einziehen. Zum Glück: Gemeinsam reisten die Designer und Kund:innen sogar nach Carrara, um die richtigen Oberflächen zu finden. „Wir teilen eine große Liebe für Steine. Jeder einzelne muss etwas Besonderes sein.“
Gleiches gilt für das Parkett: Man könnte meinen, dass im Esszimmer ein altes Versailler Parkett liegt, dabei imitierten die Designer lediglich den patinierten Effekt. „Wir konnten hier wirklich nichts retten, also verhalfen wir dem Boden zu einem Look mit Historie.“ Gemogelt ist das nicht – sondern eine Verdeutlichung der Detailverliebtheit, mit der Emil Humbert und Christophe Poyet Projekte umsetzen.
Wie ein kleiner Planet leuchtet die Stehlampe von Glustin Luminaires aufs Pierre Paulin-Sofa. Wer lieber im Tageslicht liest, findet links
Platz in der Leseecke
.
Kalkstein als zentrales Element: Im Flur kombinierten Humbert & Poyet insgesamt vier verschiedene Mamorsorten zu einem mattierten Boden (Grigio Carnico, Grigio Carnico, Grey Trambiserra und Green Alpine). Über der Kolkhoz-Bank hängt eine Arbeit des französischen Künstlers Yann Masseyeff, die Leuchte „Eole“ aus Jesmonite-Zement fanden die Designer in der Galerie Pierre Augustin Rose. „Triple bench“ des georgischen Duos
Rooms
, über Galerie Kolkhoz.
Die Küche befand sich, typisch für alte Pariser Grundrisse, früher im hinteren Teil der Wohnung. Humbert & Poyet öffneten den Grundriss, vergrößerten die Zimmer und verlegten die Küche in den vorderen Teil des Apartments, wo Gäste am maßgefertigten grünen Marmorblock mit Dornbracht-Amatur und Stühlen aus Nussbaumholz von Bassam Fellows begrüßt werden. Die Einbauschränke wurden mit Messing-Intarsien versehen.
Französischer Balkon und Blick auf den Jardin des Tuileries. Skulpturen von Valéry Maillot.
Der begehbare Kleiderschrank geht vom Schlafzimmer ab, man erreicht ihn durch eine versteckte Tür. Auch hier arbeiteten Humbert & Poyet mit üblicher Detailverliebtheit: Metallrahmen, Bronzegriffe und Spiegel veredeln die Einbauschränke. Teppich von J.D. Staron.
Im Schlafzimmer des Paares dominieren dunkle Farben: Das Headboard mit Lederüberzug von Moore & Giles verleiht dem Raum Patina. Die Nachttischleuchte entwarfen Humbert & Poyet aus Bronze und Alabaster.
Das große Becken ist, wie so vieles im Apartment, ein Entwurf der Designer. Hier setzten sie auf Arabescato-Statuario-Marmor mit einem matten Finish.
Blick ins Gästeschlafzimmer mit integrierter Leseecke. Das Kopfteil wurde mit Pierre Frey-Stoff bezogen, daneben hängen. „Totem 3“-Leuchte von Triode über maßgefertigten Nachttischen von Humbert & Poyet aus Oro-Hones-Luci-di-Carrara-Marmor.
Blick ins Gästebad mit Bronzedetails an den Wandschränken. Das Waschbecken wurde aus Tarahumara-Marmor gefertigt.
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