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巴黎某艺术收藏家典型法式公寓设计丨法国巴黎丨Luis Laplace与Christophe Comoy

2023/03/11 00:00:00
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Kunstsammler in Paris: Luis Laplace entwirft ein typisch französisches Appartement
In der Wohnung eines Kunstsammlers schufen Luis Laplace und Christophe Comoy einen Ort für Meisterwerke aller Art.
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Luis Laplace lässt zwei Wohnungen in eines typischen Haussmann-Gebäudes in Paris zu einer verschmelzen und vereint dabei auch Kunst und Alltagsleben.
Ein Cocktailtisch von Jean Royère, ein Paar bronzene „Pommeaux de Canne“-Stühle von Diego Giacometti,
ein Andy Warhol
– in diesem Pariser Appartement gibt es viele beeindruckende Dinge zu entdecken. Ganz offensichtlich ist der Eigen­tümer fasziniert von hochklassiger Kunst und Rara aus der Welt des Designs. Aber wenn es etwas gibt, das Luis Laplace, der Innenarchitekt hinter diesem erstaunlichen Pro­jekt, mehr als alles andere bewundert,
dann ist es die Büchersammlung
seines hauptsächlich in den USA lebenden Auftrag­gebers. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, schwärmt Laplace. „In der Bibliothek findet man signierte Bände, limitierte Auflagen und Werkver­zeichnisse von allen möglichen berühmten Künstler:innen. Wäh­rend des Renovierungsprozesses habe ich Stun­den damit verbracht, in ihnen zu blättern“, erzählt er.
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„Es ist kein Rationaler Prozess, ich lasse mich von meiner Intuition leiten.“
Luis Laplace
Luis Laplace schafft aus 2 Wohnungen ein Heim
Dass der Hausherr eine Leidenschaft für Kunst hat, ist nicht unbedingt überraschend. Fast alle Kund:innen von Laplace teilen sie. Der Architekt betreibt
zusammen mit seinem Partner Christophe Comoy ein multidisziplinäres Büro in Paris
. Im Laufe der Jahre haben die beiden unzählige Projekte für Größen der Kunstwelt realisiert, unter anderem für das Händlerpaar Iwan und Manuela Wirth
oder die Fotografin Cindy Sherman
. Erwarten Sie jedoch keine konkreten Tipps von ihm, wie man Kunst in Innenräumen richtig inszeniert. „Es ist kein rationaler Prozess, ich lasse mich von meiner Intuition leiten“, betont der Designer. So erkannte er auch rasch das Potenzial seines neuesten Projekts. Die 490 Quadratmeter große Fläche besteht aus zwei separaten Appartements und erstreckt sich über zwei Etagen
eines typischen Haussmann-Gebäudes
. Beide kamen etwa zur gleichen Zeit auf den Markt und teilen sich die Aussicht auf einen der schönsten Parks von Paris. Abgesehen davon hat die Gegend für den Eigentümer eine ganz besondere Bedeutung: Er ist in nächster Nähe aufgewachsen. „Das ist ein Glücksfall“, freut er sich. „Für mich ist es eine der magischsten Straßen von Paris.“
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Warme Holztöne prägen auch die Küche. Die Arbeitsplatte ist aus Ganymède-Marmor. Am Glastisch von Carlo Scarpa: „Klismos“-Stühle von T. H. Robsjohn-Gibbings.
Der Zustand der beiden Wohnungen war weniger bezaubernd. Die Renovierung begann Laplace mit einer weitgehenden Entkernung, im nächsten Schritt ließ er eine Treppe bauen, die beide Etagen verbindet. Sein Auftrag lautete, etwas typisch Fran­zö­sisches zu schaffen – mit einer Einrichtung, die zeitlose mit modernen Elementen verbindet, und das alles in einer zurückhaltenden Tonalität. Der Auftraggeber be­schreibt den Stil von Laplace als „auf unaufdringliche Weise einnehmend“, bei der Gestaltung der Räume lasse er sich von der Vergan­genheit inspirieren und verleihe ihnen eine unangestrengte Eleganz. Meh­rere Räume verkleidete Laplace
mit gekälkten Eichenholzpaneelen
und spielt damit auf Jean-Michel Frank an, den
Großmeister des Art déco
. Unter den Decken brachte er schlichte Gesimse im Forties-Stil an und schuf Türlaibungen
aus ausdrucksstarkem grünem Marmor
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Etüde in Creme: Wie eine überdimensionierte krakelierte Kachel wirkt das Gemälde von Adriana Varejão im Hauptwohnzimmer. Sessel von T. H. Robsjohn-Gibbings, Cocktailtisch von Gio Ponti.
„Was ich wirklich toll finde, ist, wie unser Auftraggeber Max Ernst und David Salle mit Maler:innen kombiniert, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte“
Christophe Comoy
Sammlerstücke als Teil des Interiors
Sein Kunde ist ein eifriger Samm­ler, nicht nur von Kunst, sondern auch von Möbeln. „Ich kaufe fast ständig etwas“, erzählt er. Zu seinem Bestand gehören
Leuchten von Paavo Tynell und Max Ingrand
, ein Esstisch von
Carlo Scarpa
, Kunstwerke von John Baldessari oder eine Eisen-Holz-Skulptur mit dem rätselhaften Titel „A Microbe Seen Through a Temperament“, ein Werk von Max Ernst. „Wir hatten also unsere eigene kleine Schatzkiste, mit der wir arbeiten konnten“, berichtet Laplace. Ein paar Stücke fügte er noch hinzu, darunter einige erlesene Funde von einem nicht weit entfernten Ort,
dem Pariser Flohmarkt
. Darunter befindet sich ein schlichter, namenloser Holz­tisch mit Beinen, die an Bowlingpins erinnern. Auch die Kunst in dem Appartement besteht nicht ausschließlich aus großen Namen. „Was ich wirklich toll finde, ist, wie unser Auftraggeber Max Ernst und David Salle mit Maler:innen kombiniert, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte“, sagt Christophe Comoy. Ein Künstler, auf den er anspielt, ist der 2006 verstorbene Italiener Salvatore Emblema, der hauptsächlich auf Juteleinwänden arbeitete und dessen Farbpalette stark von Mark Rothko beeinflusst war.
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Logenplatz am Fenster: Ein runder Esstisch aus Travertin ermöglicht bei­läufig-üppige Raumdekos im Living. Der Forties-Ses­sel ist von Carlo de Carli, die gezackte Deckenleuchte ein später Entwurf von Gio Ponti. Vorhangstoff von Jules & Jim.
Ähnlich auffällig ist die Beleuchtung im gesamten Haus. Über dem Esstisch hängen ein Paar Pendelleuchten aus Glas und Messing, deren Formen sich an einer Straßenlaterne aus dem 19. Jahrhundert an der Place Saint-Georges orientieren, wo Laplace und Comoy wohnen und auch ihr Büro haben. Die Deckenleuchte aus Messing und Glas von Paavo Tynell im Hauptwohnzimmer wirkt dagegen fast schon mickrig, aber das ist natürlich gewollt. „Ich finde, dass Häuser auf eine eigentlich irrationale Weise beleuchtet werden sollten“, sagt Laplace. „Ich mag es nicht, wenn die Dinge zu homogen sind.“
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Über dem Kamin im Study hängt ein Gemälde von Salvatore Emblema. Holztisch mit Beinen wie Bowlingpins von Laplace Antiques.
Zukünftige Projekte von Luis Laplace
Auf der Agenda des Architekten stehen derzeit eine Vielzahl weiterer Projekte, darunter
Wohnhäuser in New York City
, die neue Gale­rie Hauser & Wirth in Paris und ein kleines Hotel auf Capri. Ein anderes Objekt von besonderer Bedeutung für Laplace ist eine Wohnung in der Rue de Bellechasse im 7. Arrondissement, in der die Witwe des französischen Schriftstellers Alphonse Daudet einst einen literarischen Salon veranstaltete, an dem auch Marcel Proust teilnahm. „Dort brachte sich Proust nach dem Ersten Weltkrieg als Kandidat für die Verleihung des Prix Goncourt ins Spiel, Frankreichs wichtigsten Literaturpreis“, erzählt Comoy. Er und sein Partner haben also noch lange nicht genug von Büchern.
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Der Nachttisch im Schlafzimmer ist ein Entwurf von Luis Laplace.
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Laplace ist einer der wichtigsten Kreativen 2023 – AD100
AD100: Den Pariser Architekten und Interiordesigner Luis Laplace sollten Sie 2023 auf dem Schirm haben – er gehört zu den 100 besten Gestalter:innen und Kreativen aus Interior, Architektur und Design, ausgewählt von AD.
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