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Ein verlassenes Apartment wird zum Schmuckkästchen: So weckte ein Mix aus Vintage-Möbeln und frischem Design diese 58 Quadratmeter in Paris auf
Mit einer kreativen Renovierung hauchte Nicolas Baumann Fischer einem heruntergekommen kleinen Apartment neues Leben ein – das Highlight: große Fenster mit Ausblick auf eins der beliebtesten Wahrzeichen der Stadt
Renovierung in Paris: So raffiniert wurde ein kleines Apartment im 7. Arrondissement modernisiert – mit Blick auf die schimmernde Kuppel des Invalidendoms.
Stolz präsentiert Nicolas Baumann Fischer sein Werk: 58 Quadratmeter mit Blick auf den Invalidendom, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Paris. Dass die
kleine Wohnung
zu einem solchen Schmuckstück wurde, ist ihm und seinem Pariser Innenarchitekturstudio Maison Baumann zu verdanken: „Wir haben einen langen Weg hinter uns“, sagt Baumann Fischer: Das Altbau-Apartment stand seit den 1960er-Jahren leer und befand sich in einem heruntergekommenen Zustand – es bedurfte einer umfassenden
Renovierung
, um diesen besonderen Ort in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Das Highlight der kleinen Wohnung
im 7. Arrondissement
ist zweifellos deren Aussicht auf eines der ikonischsten Bauwerke der Stadt – den Invalidendom. Das Wahrzeichen ist Teil der Anlage des Hôtel des Invalides, das im Auftrag des Sonnenkönigs Ludwig der XIV. erbaut wurde, um dort nach dem Krieg Soldaten der französischen Armee unterzubringen. Der Invalidendom sollte ursprünglich als Kirche dienen, bevor er zur Grabstätte für Kaiser Napoleon I. umgebaut wurde. Heute finden Besucher:innen dort außerdem das Militärmuseum der Stadt Paris. Das Militärdenkmal mit seiner reflektierenden goldenen Kuppel ist vom Wohnbereich aus zu sehen, der dank der großzügigen Fenster von Tageslicht durchflutet ist. Schon beim Betreten der Räumlichkeiten schweift der Blick hin zu dem Monument, das auch die Umgestaltung des Interiors mit inspirierte.
Lichtdurchfluteter Wohnbereich mit historischem Flair
Das Wohnzimmer
zeichnet sich durch viel Helligkeit aus – dank der beinahe deckenhohen Fenstertüren seitlich des Marmor-Kamins, der aus einem anderen historischen Apartment gerettet und hier eingebaut wurde. Vor dem von Ornamenten geschmückten Kamin stehen zwei bronzene Kirchenleuchter – sakrale Elemente, die auf die Historie des Invalidendoms anspielen. Gemütlich wird es auf dem Vintage-Sofa aus Nussbaum mit weißen Polstern, das aus einer Galerie in Brüssel stammt. „Mein Stil ist kein bestimmter Stil. Mal zeitgenössisch, mal alt, mal weniger alt“, sagt Nicolas Baumann Fischer. Dabei hat er ein konkretes Ziel vor Augen: einen Look kreieren, der über einen Stil, einen Ort oder eine Epoche hinausgeht. Mit viel Sorgfalt und Präzision widmet sich Baumann Fischer Detail für Detail.
Weitere historische Elemente finden sich an Decken und Wänden in Form von Zierleisten. Darüber hinaus ist es Maison Baumann mithilfe verschiedener Handwerker:innen gelungen, den alten Parkettboden zu retten. Um eine größere Öffnung zu schaffen, wurde die Tür zum Hautraum durch eine einladende Doppeltür ersetzt, die in der nordfranzösischen Stadt Rouen gefunden und an die Proportionen der Wohnung angepasst wurde.
Offener Küchen- und Essbereich
Die Küche des deutschen Herstellers Eggersmann fügt sich mit ihrem eleganten und gleichzeitig funktionalen Design harmonisch in den Wohnbereich ein: Das glänzende Metall der Insel steht in sanftem Kontrast zum dunklen Massivholz der Küchenschränke. Sie öffnet sich zu einem hellen Essbereich hin, in dem der Eichen-Esstisch „Chubby“ von Arthur Vallin steht. Der Tisch wurde in Südfrankreich entsprechend den Maßen der Wohnung angefertigt. Die Stühle stammen aus Italien und wurden mit alten Seiden-Jacquard-Stoffen neu bezogen. Die weiße, von Zierleisten geprägte Wand reflektiert das einfallende Tageslicht, was eine luftige Atmosphäre im Essbereich schafft. Das Modell für den darüber hängenden Lüster „Dahlia“ wurde auf der Internationalen Ausstellung für moderne dekorative und industrielle Kunst 1925 auf der Esplanade des Invalides vorgestellt. Hundert Jahre später, nur wenige Meter von dem grünen Gelände des Hôtel des Invalides entfernt, hängt genau diese Leuchte heute in der kleinen Wohnung.
Neutrale Töne und ruhige Atmosphäre
Das Schlafzimmer konzipierte das Designstudio als einen Ort der Ruhe und richtete es daher schlicht und mit warmen Tönen ein. Das Bettkopfteil bildet ein mit Blattsilber belegter japanischer Paravent, der von rotem Lack umsäumt ist und aufgrund seiner glänzenden Oberfläche Licht reflektiert. Ein interessantes Zusammenspiel verschiedener Texturen und Farben, die sich von den sonst neutralen Tönen des Zimmers abheben.
Das Designbüro schuf außerdem einen kleinen Arbeitsbereich mit Schreibtisch. Die „Snoopy“-Leuchte, die darauf steht, erwarb der Besitzer im Alter von 18 Jahren durch einen Zufall für drei französische Francs und sechs Sous – ein Designobjekt mit sentimentalem Wert, das der Arbeitsecke eine persönliche Note gibt. Der schlichte Holz-Schreibtisch verfügt über viel Stauraum. Beim Badezimmer brauchte der Innenarchitekt mehrere Planungsanläufe; er entschied sich schließlich, den Raum mit einer begehbaren Dusche und Ablagen aus Ulmenholz auszustatten. Diese wurden von einem auf Intarsienarbeiten spezialisierten Handwerker angefertigt, der den Ehrentitel „Meilleur Ouvrier de France“ trägt – eine französische Auszeichnung, die im Rahmen eines handwerklichen Wettbewerbs verliehen wird.
„Man kann keine Wohnung gestalten, die keinen Bezug zu ihrer Umgebung hat“, erklärt Nicolas Baumann Fischer am Ende des Rundgangs. Dieses Credo galt auch für die Umgestaltung, dieser eklektischen kleinen Wohnung. Ob modern oder Vintage, hier erzählt jedes Objekt eine Geschichte, steht für einen Austausch oder eine Begegnung.
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