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Hausumbau in London: Wie eine junge Architektin ein in die Jahre gekommenes Reihenhaus mit heiteren Details veredelte
Potenzial zu erkennen, ist eine Gabe. Ashley Law ließ sich auf ein trickreiches Spiel mit der alten Substanz ein und schuf gemeinsam mit einem Architekturbüro ein luftiges Zuhause mitten in der Stadt
Hausumbau im Osten Londons: So realisierte eine junge Architektin ihren Traum vom urbanen Wohnen.
Das Reihenhaus fällt in der Nachbarschaft im Londoner East End kaum auf. Der Stadtteil Whitechapel ist bekannt für seine kulturelle Diversität, die Bebauung wurde in den 50er- und 60er-Jahren nachverdichtet. Anstelle von viktorianischen Prachtbauten findet man meist unscheinbare Häuser aus Backstein. Bei Ashley Law ist es eine aus der Form geratene Hausnummer aus Edelstahl, die darauf schließen lässt, dass sich hinter der Klinkerfassade etwas Besonderes verbirgt. Die junge Architektin hat ein gutes Gespür für besondere Orte und deren Potenzial. Das renovierungsbedürftige Haus kaufte sie im November 2022, als sie eben erst ihr Studium an der Bartlett School of Architecture abgeschlossen hatte. Wenig Licht fiel ins Innere und der Grundriss war verschachtelt. Dazu kam Schimmel, der zu dem Zeitpunkt bereits Wände und Teppichböden befallen hatte. Doch Law setzte alles auf eine Karte und stürzte sich kopfüber in das umfangreiche Renovierungsprojekt.
Das offene Wohnzimmer hat durch den Anbau an Fläche gewonnen. Esstisch, Stühle und Sessel sind vintage.
Ein neuer Grundriss für mehr Licht
Das Ziel des Umbaus bestand darin, mehr Wohnfläche zu schaffen und Licht ins Innere des Hauses zu holen. Gemeinsam mit dem Londoner Architekturbüro Nikjoo widmete sich Ashley Law dem Grundriss des Hauses und entschied sich neben dem Ausbau des Dachbodens dafür, auch das Erdgeschoss durch einen Anbau zu erweitern. Die neue Wohnfläche beläuft sich auf 182 Quadratmeter, die sich neben Wohnküche und Bädern auf drei Schlafzimmer in den oberen beiden Etagen verteilen. Den hinteren Anbau verkleideten Law und die Architekten mit besonders grobem Rauputz, den sie gemeinsam mit den Bauarbeitern vor Ort mischten und sich an die gewünschte Struktur herantasten konnten. Die neue Fassade ist eine Referenz an den rauen Modernismus, der viele Architekturdenkmäler kennzeichnet, die in der Nachkriegszeit in London entstanden. Law dient der Rauputz auch als zeitgenössisches Gestaltungselement, als Ergänzung der Fensterfronten, die nun in den kleinen Hinterhof führen und das Innen mit dem Außen verbinden.
Klinken und Knäufe: überraschende Details aus Handarbeit
Dem Interior widmete sich die Gestalterin mit Lockerheit und Sinn für Details. Neben Möbelstücken von jungen Designerinnen und Designern stürzte sie sich auf heitere Details wie Türklinken, versilberte Griffe und schrille Leuchten. In Schlafzimmer und Küche entwickelte sie passgenaue Einbauten aus Eichen-, Kiefern- und Kirschholz, die Kücheninsel ist aus gebürstetem Edelstahl. Es ergibt sich ein konsistentes Bild mit Mid-Century-Atmosphäre (eine weitere Referenz an die Zeit, aus der das Haus stammt), mit zeitgenössischen, handgefertigten Akzenten aus glänzenden Materialien wie Aluminium und Edelstahl. Ashley Laws besondere Vorstellungskraft und ihr feines Händchen für zielgerichtete Umbauten bewog die junge Architektin auch dazu, die Firma Flawk zu gründen, mit der sie Immobilienentwicklung im Boutique-Format betreibt. Seither ist sie stets auf der Suche nach ihrem nächsten Rohdiamanten.
Durch die großen Fensterfronten gelangt seit dem Umbau reichlich Licht ins Innere. Den Teppichboden ersetzte Ashley Law durch Parkett.
Das Zentrum der Küche bildet ein Block aus gebürstetem Edelstahl, daneben steht ein Rey-Hocker. Die Küchenleuchten stammen von Designer Lewis Kemmenoe.
Das Treppenhaus wurde beim Umbau versetzt und vollständig erneuert.
Im oberen Geschoss legte Ashley Law die Backsteinmauer frei.
Das Edelstahlgeländer entwarf Law gemeinsam mit Rory Cariss.
Auch im Bad hat Ashley Law so einige Details versteckt, die ins Auge fallen. Die Türklinke links ist von James Shaw, der Spiegel stammt von Six Dots Design.
Toilettenpapierhalter von Verkstad A.S.
Den Kettenvorhang aus Edelstahlgliedern fertigte die Architektin selbst an.
Das Dachgeschoss wurde ausgebaut und verfügt nun über eine Gaube mit großen Fenstern. Stuhl von Santi Guerrero.
Einbauschrank mit bespannten Türen.
Im Obergeschoss befindet sich ein Sideboard im Mid-Century-Stil.
Schimmernder Überzug: Die Fenstergriffe „Igneous“ fertigte Ashley Law selbst.
Auch die Armaturen im Bad sind aus gebürstetem Edelstahl.
Die Treppe gestaltete Ashley Law von Grund auf neu. Ein Handlauf aus Edelstahl ergänzt die vertikalen Holzsstreben.
Den Anbau ließ das Team mit grobem Rauputz verspachteln. In der Wohnküche sind die Deckenbalken aus Kiefernholz freigelegt.
Ashley Laws Vorgarten. Private Außenflächen sind im Londoner Zentrum Mangelware.
Die verspielte Hausnummer (ebenfalls aus Edelstahl) gibt Hinweise darauf, was sich im Inneren des Hauses verbirgt.
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