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Diese 45 Quadratmeter kleine Maisonettewohnung ist voller raffinierter Raum-Tricks – und so machen Sie sie nach! Mit einem neuen Grundriss jeden Quadratzentimeter ausnutzen und dann alles in elegant-lässigen Japandi-Stil hüllen – der Architekt Benjamin Godiniaux verrät Ihnen seine 6 Tipps für kleine Räume
Renovierung in Paris: Mit diesen 6 Tricks wurde ein altes Dachgeschoss zur hellen, funktionalen Mini-Maisonettewohnung.
Sie fragen sich, wie Sie trotz stark begrenzter Wohnfläche ein ansprechendes und gleichzeitig funktionales Interieur schaffen können? Diese 45 Quadratmeter große Wohnung unweit des Stadtparks Bois de Vincennes im Osten von Paris zeigt, mit welchen gestalterischen Tipps und Tricks das gelingt. Das Apartment befindet sich im obersten Stockwerk eines Gebäudes aus dem frühen 20. Jahrhundert. Ein junges Paar hatte die Wohnung kürzlich erworben, mitsamt dem darüber liegenden Dachboden. Ihr Plan: Das Dachgeschoss sollte Teil der Wohnung werden. Für diese spektakuläre Umgestaltung engagierten sie den Architekten Benjamin Godiniaux und dessen Kollegin Lorena Torres – und tatsächlich gelang es den beiden, das einst enge, heruntergekommene Studio in eine gemütliche kleine Maisonettewohnung zu verwandeln und dabei auch noch acht Quadratmeter dazuzugewinnen.
Mit diesen 6 Raum-Tricks sorgen Sie für mehr Platz in Ihrem Mini-Loft
Godiniaux und Torres waren von der außergewöhnlichen Zusammenarbeit bei der Renovierung des Small Space begeistert. Die mode- und designaffinen Kund:innen hatten während der Umgestaltung nicht nur die Funktionalität des Raums im Sinn, sie sehnten sie sich auch nach einem eleganten Interieur. Ihre neue Mini-Maisonettewohnung beweist: Beides zusammenzubekommen ist gar nicht so schwierig! Und so geht’s:
1. Den Dachboden absenken, um eine neue Etage für mehr Wohnraum zu schaffen
Durch den Ausbau des Dachbodens wurde eine weitere Etage mit einem kleinen Extra-Zimmer geschaffen.
Das Zwischengeschoss bietet einen Blick auf den darunter liegenden Wohnbereich und wird durch die bodentiefen Wohnzimmerfenster mit Tageslicht versorgt. Die Wohnung wurde entkernt, um ein Zwischengeschoss erweitert und neu aufgeteilt. Das Resultat: eine gemütliche kleine Maisonettewohnung für zwei Erwachsene, die über einen Wohnbereich mit doppelter Raumhöhe, ein Schlafzimmer mit Kleiderschrank, ein Bad sowie einen Flur mit Küche umfasst. „Durch das Absenken des Dachbodens um 30 Zentimeter haben wir in der unteren Etage noch immer eine Deckenhöhe von 2,30 Meter, was vollkommen in Ordnung ist“, erklärt Benjamin Godiniaux. „Man hat oben eine schöne Wohnfläche dazugewonnen, ohne unten etwas einsparen zu müssen.“ Nachdem der erste platzsparende Raumtrick umgesetzt worden war, legten die Architekt:innen den Fokus auf die Küche.
2. Einen schmalen Flur in eine Küchenzeile umfunktionieren
Die Eingangstür der Wohnung liegt am Anfang des weniger beleuchteten Flurs, in dem die Küche eingerichtet wurde.
Im Gegensatz zum Flur weist das angrenzende Wohnzimmer helle Farbtöne und viel Tageslicht auf. „Togo“-Sofa von Michel Ducaroy für Ligne Roset, Wandspiegel von Ferm Living.
Um einen möglichst großen Wohnbereich zu erhalten, richtete der Architekt die Küche im angrenzenden länglichen Flur ein. „Wir haben ganz bewusst eine dunkle Flur-Küche geschaffen, um zum einen dort versteckt Stauraum und den Zugang zum WC unterzubringen und zum anderen einen Kontrast zu schaffen – denn direkt dahinter liegt das helle, minimalistische Wohnzimmer.“ Die kompakte Küche prägen Eichenholz und dunkelgrüne Wandfarbe. Um den Raum optisch etwas zu erweitern, wurde die Küchenrückwand mit einem Spiegel verkleidet. Die Ecken der Kücheneinrichtung sind abgerundet, um einen weicheren Look zu erhalten.
3. Für das Zwischengeschoss eine minimalistische Treppe wählen
Die Einrichtung hat eine leichte Japandi-Note. Über dem Esstisch schwebt eine Hängeleuchte von Contain Studio, das Sideboard ist von USM. Print von La Maison Propagande.
Von der oberen Etage aus blickt man auf den abstrakten Teppich von Garance Vallée für Nordic Knots, einen Hocker von Serax und die Couchtische in Ziegelform von ASL Paris.
In das Wohnzimmer gelangt man durch den Flur mit Küche; dabei geht man durch einen mit heller Eiche verkleideten rechteckigen Durchgang. Gegenüber befinden sich zwei großen bodentiefe Fenstern, durch die der Raum, im Gegensatz zur Küche, über viel Helligkeit verfügt. Den schlichten Wohnbereich dominieren helle Farben und Elemente aus Eiche. Auf Wunsch der Eigentümer:innen setzte der Architekt auch einige Japandi-Akzente. „Sie haben die meisten Möbel selbst gekauft, und wir haben uns um die großen Stücke wie das Sofa gekümmert“, erklärt Godiniaux, der das ikonische „Togo“-Sofa in die Mitte des Raumes stellte, davor zwei ziegelsteinförmige Couchtische und ein Teppich mit geometrischen Cut-outs. Das neu errichtete Zwischengeschoss ist über eine skulpturale weiße Treppe zugänglich. „Wir haben sie an der Wand befestigt, um so wenig Platz wie möglich zu beanspruchen.“ Das schlichte Metall-Design mag keine sonderlich praktische Wahl gewesen sein – da die Stufen sehr steil nach oben führen –, doch entspricht sie voll und ganz den ästhetischen Vorstellungen ihrer Besitzer:innen, die mit denen des Architekten übereinstimmen. (Achtung: Wer etwas Ähnliches in Deutschland umsetzen möchte, sollte sich vorher über die vor Ort geltende Bauordnung informieren!)
4. Eine Brüstung mit Mehrwert schaffen
Im Zwischengeschoss lädt ein Stahlrohrsessel mit Ottomane zum Entspannen ein.
Auch ein Mini-Büro ist dort untergebracht, der hölzerne Schreibtisch dient gleichzeitig als Brüstung.
In der oberen Etage „fühlt man sich, als befände man sich in einem Haus“, so der Architekt. Dies ist unter anderem auf die freigelegten Holzbalken des Dachbodens zurückzuführen. Unter dem Zwischengeschoss befindet sich das Schlafzimmer, dessen Decke leicht versetzt zum Dachgeschoss ist. Aus dem daraus resultierendem Höhenunterschied gestaltete der Architekt eine Stufe, die als Sitzgelegenheit dient – ein beliebter Trick, um in Small Spaces mehr Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Am Rande des Obergeschosses befindet sich ein Schreibtisch mit angrenzendem Bücherregal aus Eiche, der nicht nur zum Arbeiten, sondern auch als Geländer genutzt wird – von dort aus kann man auf den darunter liegenden Wohnbereich blicken. „Diese Art von Tricks funktioniert sehr gut in kleinen Räumen: der Schreibtisch, der als Geländer dient, die Küche, die gleichzeitig der Eingang ist, die Hintertür im Schlafzimmer, die zum Badezimmer führt ...“
5. Die Badezimmertür mit dem Kleiderschrank verschmelzen lassen
Unter dem Zwischengeschoss befindet sich das Schlafzimmer mit Einbauschränken. Der Nachttisch ist von Jules Lobjeois. Bettwäsche von Bonsoirs.
Die Schranktüren gleichen optisch der direkt angrenzenden Badezimmertür. Wandleuchte von Contain Studio.
Das Schlafzimmer, das sich unter dem Zwischengeschoss verbirgt, verfügt über einen großen in die Wand eingebauten Kleiderschrank, an dessen Türen sich das Design der angrenzenden Badezimmertür orientierte. Sind alle Türen geschlossen, könnte man meinen, der Kleiderschrank setze sich um die Ecke herum fort. Wird die Badezimmertür geöffnet, blickt man auf die abgerundete Wand neben dem Waschbecken des olivgrün gefliesten Badezimmers.
6. Dusche und Badewanne zu einem „Wet Room“ zusammenlegen
Ist die Badezimmertür geöffnet, verbirgt sie die technischen Elemente des Raums.
Benjamin Godiniaux schuf einen platzsparenden „Wet Room“, der durch einen Duschvorhang aus Leinen von Galbobain abgetrennt ist.
Der helle Parkettboden des Schlafzimmers erstreckt sich bis in das angrenzende Badezimmer und vermeidet so den üblichen visuellen Bruch zwischen den beiden Räumen. „Das Schöne an diesen Auftraggeber:innen ist, dass sie den architektonischen Aspekt über den praktischen gestellt haben. Parkett im Badezimmer mag für Architekt:innen erst einmal etwas verrückt klingen ... aber es ist eine rein ästhetische Entscheidung.“ Hinter dem weißen abgerundeten Wandabteil verlaufen Fliesen bis hin zur Dusche und der Badewanne, die der Architekt zusammengelegte. „Wir haben das Badezimmer wie einen Swimmingpool gestaltet, mit diesem Mosaik, das die Wände, den Boden und den Außenbereich der Badewanne verkleidet.“ Dieses „Wet-Room“-Konzept, ein Trend dieses Jahres, kommt besonders in kleinen Räumen zur Geltung, in denen es eigentlich nicht genügend Platz für Dusche und Badewanne gibt. Von der Dusche aus bietet ein kleines Fenster sogar einen Blick auf die Stadt. „Wenn es geöffnet ist, verleiht der Duschvorhang aus Leinen dem Raum etwas Verträumtes“, sagt Benjamin Godiniaux – so gehen Design und Funktionalität in kleinen Räumen Hand in Hand.
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