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Platzprobleme im Mini-Loft? In dieser 50-Quadratmeter-Wohnung ist ein cleverer Treppen-Trick die Lösung
Wie wird ein Dachgeschoss-Apartment zum schicken Mini-Loft mit großer Küche und verstecktem Stauraum? Studio Ett Hemms Lösung ist ein simpler Treppen-Trick
Mit Treppen-Trick zum Mini-Loft: So verwandelte Studio Ett Hem eine 50-Quadratmeter-Wohnung in Paris in einen lichten Small Space – so geht’s!
In den beiden obersten Etagen eines sehr alten Pariser Gebäudes im belebten Stadtviertel Montorgueil liegt dieses kleine charmante Loft, auf das ein junger Mann in den Dreißigern während seiner Suche nach der ersten eigenen Immobilie ein Auge geworfen hatte. „Die Wohnung war in einem katastrophalen Zustand, die Böden hingen durch, und man bekam den Eindruck, dort hätte jemand illegal gehaust; es war eine baufällige Bruchbude“, sagt Pauline Lorenzi Boisrond über das erste Mal, als sie mit Maxence Lesueur, Partner in ihrem Innenarchitektur-Büro Studio Ett Hem, die Räumlichkeiten besichtigte. Im Auftrag des neuen Eigentümers sollten Boisrond und Lesueur die 50 Quadratmeter kleine Maisonette-Wohnung von Grund auf renovieren und in ein funktionales, aber doch gemütliches Zuhause verwandeln.
Um die Kücheninsel herum stehen zwei Bassam-Fellows-Barhocker (über Galerie Triode). Zwischen den Deckenbalken wurden zwei Spots von Modular angebracht, die Wandleuchte über der Spüle ist von DCW Editions. Für ein offenes Raumkonzept erhielt die Wand hinter der Küchenzeile eine Aussparung, sodass eine Art internes Fenster entsteht.
Das kleine Pariser Loft folgt einer klaren, funktionalen Raumaufteilung. Der Wunsch des Eigentümers war es, das Mini-Apartment in einen vielseitigen Ort umzugestalten, der sich sowohl als persönlicher Rückzugsort als auch zum Beisammensein mit Freund:innen eignet – also ein privater Kokon, in dem gemütliche Abendessen im kleinen Kreis möglich sind. Um die verschiedenen Funktionen auf der begrenzten Wohnfläche unterzubringen, mussten die Architekt:innen jeden Zentimeter des Lofts optimal ausnutzen – die Lösung? Eine maßgefertigte Einrichtung. Allerdings sah sich das Innenarchitektur-Studio sehr schnell mit den Herausforderungen einer Wohnung, die sich ganz oben in einem Gebäude befindet, konfrontiert: eine Decke mit Holzbalken, unterschiedliche Raumhöhen und viele Unregelmäßigkeiten. „Die Wände, Böden und Decken mussten ins Lot gebracht werden, um den Raum neu gestalten zu können“, erklärt Boisrond.
Das Ziel bestand darin, trotz der Einschränkungen durch vereinzelte Stützpfeiler und Kaminschächte – die sich hinter den Wänden befanden und sie so unveränderbar machten – einen angenehmen Bewegungsfluss zu schaffen. Daher wurde jede Möglichkeit für eine Öffnung oder einen Rundbogen ausgeschöpft, auch in der Küche. Bei deren Gestaltung wurde zudem berücksichtigt, dass dem Besitzer viel an Zusammenkünften mit Freund:innen und Familie liegt. So baute das Designstudio eine zentrale Kücheninsel mit integrierter Kochplatte und Dunstabzug ein, die sich als Herzstück der Küche etabliert hat. Dazu gibt es einen Esstisch und eine Küchenzeile mit ausreichend Arbeitsfläche. Mit den fließenden Übergängen zwischen Wohnzimmer, Küche und Esszimmer gelang es den Architekt:innen, ein harmonisches Raumkonzept im Stil eines Lofts zu schaffen.
Der Durchgang zwischen Ess- und Wohnbereich wurde abgerundet und mit gebeizter Eiche verkleidet, sodass er mit dem geschreinerten Einbau im Wohnzimmer harmoniert.
Die Regalfächer im Wohnbereich zieren unter anderem eine kleine Tischleuchte von Hay und eine Kaws-Figur. Rundbögen und gedeckte Farben sorgen für Offenheit und Ruhe
Studio Ett Hem entschied sich bei der Gestaltung des Interieurs vorwiegend für abgerundete Formen, um den 50 Quadratmetern eine sanfte Atmosphäre zu geben. „Wir haben versucht, vorstehende Ecken zu vermeiden, auch bei der Sitzbank aus Beton.“ Weiche, kurvige Formen finden sich auch bei den Holzverkleidungen, Regalborden oder dem geschreinerten Einbau im Wohnzimmer – und genauso bei der Möbelauswahl, die unter anderem einen runden Couchtisch von Popus Editions, einen Esstisch aus Beton und elegant abgerundete Esszimmer-Stühle umfasst. Mit all dem wollten die Architekt:innen der Starrheit der Wände und Architektur-Elemente, die nicht eingerissen werden konnten, entgegenwirken. Die Material-Palette ist solide und markant und setzt sich aus Beton, schwarzem Metall und dunklem Holz zusammen – insgesamt ein harmonisches Ensemble aus weichen und robusten Elementen, ganz im Sinne des jungen Eigentümers.
Im Wohnzimmer steht ein Vintage-„Togo“-Sessel in Kontrast zu dem hellen Dedar-Samt, mit dem das Polster bezogen wurde, das auf der Sitzbank aus Beton aufliegt.
Das schwarze, glänzende Metall des Treppenlaufs und die gebeizte Eiche des Einbauschranks darunter sind durch eine klare Linie voneinander abgegrenzt.
Ein Loft auf zwei Ebenen
Wenn es darum geht, den vorhandenen Platz zu optimieren, ist es entscheidend, das volle Volumen eines Raums auszunutzen. Dabei kann es hilfreich sein, mit verschiedenen Ebenen zu spielen. Bei einer Treppe beispielsweise bietet es sich an, die verschiedenen Abstufungen zu nutzen und diese mit anderen Elementen zu verbinden – und so machten es auch Boisrond und Lesueur. Das Team von Studio Ett Hem erweiterte die Treppe, die in die zweite Etage führt, zu einem „Treppen-Tansu“ – eine in Japan typische Stauraum-Lösung –, wodurch der Bereich unter der Treppe optimal genutzt wird. „Ich liebe es, verschiedene Ebenen zu schaffen“, erklärt die Architektin. „So wurde das Beton-Element, das die zweite Treppenstufe bildet, zu einer Bank mit Schubladen erweitert, die schließlich in ein Sofa mit weichem Polster übergeht.“ Um die Vielseitigkeit der Treppe hervorzuheben, wurden für die verschiedenen Ebenen unterschiedliche Materialien verwendet: Die erste Stufe besteht aus einem Travertin-Block, gefolgt von Beton und gebeizter Eiche, welche geschickt die Garderobe unterhalb des Treppenlaufs verkleidet, der wiederum aus schwarzem, glänzendem Metall besteht – dies schafft einen Ausgleich zum organischen Charakter der restlichen Materialien.
Im Obergeschoss ist das Bad zum Schlafzimmer hin geöffnet.
An der Wand hängt ein Werk von Jules Wittock (über Galerie Isabelle Laverny).
Maximierter Platz bis ins Obergeschoss
In der oberen Etage lag die Schwierigkeit darin, auf dem begrenzten Platz sowohl ein Bad als auch ein Schlafzimmer unterzubringen – dabei sollte der durchgängige Charakter des Small Space beibehalten werden. Anstatt die beiden Räume voneinander abzutrennen, arbeitete das Designstudio auch hier mit Stufen: Es konzipierte einen mehrstufigen Betonblock, der an eine Treppe erinnert, mit Stauraum auf der einen und einer Dusche auf der anderen Seite, auch der Waschtisch und ein doppelseitiger Spiegel ist integriert. Um den Platz zu maximieren, wurde das Bett-Kopfteil so gestaltet, dass die Bereiche unter den Dachschrägen als Stauraum-Möglichkeit dienen. Das Kopfteil lässt sich nach vorne kippen, wodurch dahinter selten genutzte Gegenstände verstaut werden können. Außerdem wurden unter den Nachttischen tiefe Fächer eingebaut, die zusätzlichen Stauraum bieten. Das gesamte Konstrukt ist ebenfalls mit gebeizter Eiche verkleidet, um die Kohärenz der Materialien zu wahren.
Unter der Dachschräge wurde Stauraum eingebaut, der mit gebeizter Eiche verkleidet ist.
Im Essbereich stehen Vintage-Stühle von Tobia Scarpa um einen Tisch aus Bio-Beton
Der rundliche Couchtisch stammt von Popus Editions, die Kissen sind von Lindell&Co.
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