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Nur 44 Quadratmeter, aber in Ecklage! Ein Umbau brachte das Tageslicht in alle Winkel dieser kleinen Wohnung
Eine 44-Quadratmeter-Wohnung wurde zum hellen Wohlfühlort mitten in Mailand – durch einen harmonischeren Grundriss, mehr natürliches Licht und neutrale Farben von Butter bis Sand
Marilena Pitino
Karin Jaeger
Umbau in Mailand: Mit viel Licht, hellen Tönen und einer gemütlichen Küchennische verwandelte das Design-Studio Kick Office diese kleine Wohnung in ein gemütliches Zuhause.
zu schaffen in einem beengten, unharmonisch geschnittenen Apartment, das noch dazu in einer belebten Umgebung liegt – vor dieser Aufgabe stand der Architekt Mario Abruzzese. Es ging um die 44-Quadratmeter-Wohnung von Marco Paris, Art Director eines Modeunternehmens, im neu gestalteten Viertel NoLo im Norden von
Mailand
. Trotz der genannten Herausforderungen weist das kleine Apartment jedoch mehrere Vorzüge auf: „die ruhige Ausrichtung auf den Parco Trotter, das Vorhandensein einer kleinen Loggia und die Ecklage, die den ganzen Tag über gutes Licht ermöglicht“, erklärt Abruzzese, der das Projekt mit seinem Architektur- und Interior-Studio
Kick Office
Eine Ecke des Wohnzimmers. Ein maßgefertigtes Samtsofa; Bücherregal „K2“ von Kriptonite, individuell lackiert; Couchtisch „Soda“ aus bernsteinfarbenem Muranoglas von Miniforms, Loungechair „Chisel“ aus Eiche von Hay, Teppich: CC Tapis.
Der Bauherr hatte sich sofort in das Apartment verliebt und sah sein Potenzial, trotz der kleinen und sehr fragmentierten Wohnfläche. In die Neugestaltung der Wohnung brachte er sich entsprechend intensiv ein, sodass daraus ein synergetischer Prozess wurde. „Er hatte schon Referenzen, Vorschläge und Bilder gesammelt, aber er hatte auch hohe Erwartungen. Es war inspirierend, mit jemandem zusammenzuarbeiten, der den gesamten Kreativ- und Realisierungsprozess mit so großem Enthusiasmus verfolgte“, sagt Abruzzese.
Die beiden parallel angeordneten Flügeltüren aus Eiche, die von Falegnameria Bini gefertigt wurden, lassen die kleine Wohnung elegant und großzügig wirken.
Die Wohnung befindet sich in einem Neubau, sodass keine besonders wertvollen historischen Architektur-Elemente vorhanden waren. „Wir haben daher beschlossen, bei null anzufangen und die Aufteilung völlig neu zu denken, um einen einzigen durchgehenden, lichtdurchfluteten Raum zu schaffen“, verrät der Architekt. Die größte Herausforderung bestand darin, den Grundriss zu beruhigen und dabei die Besonderheiten des Apartments zu nutzen und hervorzuheben, vor allem das aufgrund der Ecklage reichlich vorhandene Tageslicht. Das Licht wurde somit zu einem bestimmenden Gestaltungselement – und es hat den Nebeneffekt, die
Räume größer wirken zu lassen
Die Küche von Veneta Cucine wurde in eine Nische eingepasst. Über dem Tisch die Pendelleuchte „Dipping Light“ von Marset; Der Tisch aus Metall und Glas und die verchromten Stühle mit Ledersitz sind Vintage-Funde.
Mit einem Mix aus hellen und warmen Farben – von
Butter
bis Sand – nahm der Architekt Anleihen beim skandinavischen Design. „Die Idee war, eine
neutrale Box
zu schaffen, die Ruhe und Wärme ausstrahlt“, erklärt Mario Abruzzese, „als Kontrast zur Lebendigkeit des Viertels, in dem die Wohnung liegt.“ Dank des Lichts, das von verschiedenen Seiten einfällt, der warmen, neutralen Töne des Fußbodens und der Steinwände des Badezimmers werden die Räume mit einer besonderen Energie aufgeladen. Sobald man eintritt, fühlt man sich wohl und beginnt sich von der Hektik der Stadt zu erholen.
Die vom nordischen Stil inspirierten hellen Töne auf horizontalen und vertikalen Flächen werden durch bewusste Brüche wie die
Einrichtungselemente aus den 70er-Jahren
aufgefrischt – etwa ein Teleskopregal aus lackiertem Aluminium. Vor dem dezenten Hintergrund stechen besonders die Akzente in Rottönen hervor, wie die Wand hinter dem Bett und die Pendelleuchte von Marset im Essbereich. „Kontrast schaffen Materialien wie das Tischgestell und die Stühle aus verchromtem Metall sowie die Küchen- und Badmöbel aus dunklem Holz“, sagt Abruzzese. „Die Wahl von kräftigen Farben und der Wechsel zwischen kontrastierenden Materialien sind charakteristisch für dieses Projekt.“
Die Küche von Veneta Cucine hat Fronten aus kanneliertem Holz, Gemälde von MissGoff Etown.
Das Wohnszenario beginnt mit einem großen Wohnbereich, der direkt mit dem
Schlafzimmer
verbunden ist. Dazu kommen als funktional verteilte Anhängsel der begehbare Kleiderschrank, das Badezimmer, ein kleiner Abstellraum und die Nische, in der die Küche aus dunkel gebeizter, kannelierter Eiche untergebracht ist. Ein Paar raumhohe Zwillingstüren, die eigens aus Eiche gefertigt wurden, verbergen auf der einen Seite den Abstellraum und auf der anderen Seite den Zugang zum Schlafzimmer. Das Bad wiederum betritt man direkt vom Schlafzimmer aus durch eine verdeckte Tür aus Metall und Riffelglas. Man hat das Gefühl, dass die Räume trotz Türen ineinander übergehen und das Licht frei fließen kann. Tatsächlich basiert das gesamte Projekt auf der Suche nach räumlicher Kontinuität, um Ansichten zu erweitern, Perspektiven zu vervielfältigen und Bereiche abzuschirmen, ohne sie zu verschließen. So ist die
Küche
, obwohl sie zum Wohnzimmer hin offen ist, vom Eingang aus nicht zu sehen, während das Volumen des begehbaren Kleiderschranks hinter dem Bett verstaut wurde, wodurch ein raffiniertes Spiel mit dem Durchblick entsteht.
Hinter dem roten Bettkopfteil verbirgt sich die Ankleide. Gemälde von Georgina Pantazopoulou.
Raffinierte Oberflächen
Große Aufmerksamkeit wurde den Details gewidmet, angefangen bei der Auswahl der Materialien, die komplett ausgetauscht wurden – mit Ausnahme des Fußbodens. Letzterem verlieh der Architekt jedoch ein völlig neues Aussehen: „Eine Lackschicht lässt die Maserung durchscheinen und gibt der Wohnung einen unverhofften Reiz und einen ausgesprochen zeitgenössischen Esprit.“ Das Badezimmer ist ein lichtdurchfluteter Raum, der mit Keramikplatten in
Terrazzo
-Optik ausgestattet wurde, sowohl am Boden als auch für die Duschverkleidung. Selbst der maßgefertigte Waschtisch aus Holz bekam eine Platte mitsamt eingelassenem Becken aus dem Material.
Maßgefertigter Waschtisch aus Holz mit Keramikplatte in Terrazzo-Optik von Mipa; Wandleuchten „Roc“ von Marset.
Ein cleverer Platz für die Küche
Hat Marco Paris einen Lieblingsort in seiner neuen Wohnung? „Die Küche und das Wohnzimmer“, sagt der stolze Hausherr. „Dass sie in dieser Nische neu positioniert wurde, finde ich genial! Wenn ich koche und Freunde einlade, können sie auf dem Sofa, am Tisch oder auf der
Terrasse
sitzen, und ich kann die Gespräche und das Plaudern trotzdem genießen. Es ist fast wie eine Schaltzentrale: Hier sammelt sich alles, was rundherum passiert, und die Energie der Wohnung wird gebündelt. Die große Bedeutung der Küche, des Kochens und der Gastfreundschaft ist etwas, das ich in meinem Elternhaus immer erlebt habe, und jetzt kann ich es in meiner neuen Wohnung in gewisser Weise wieder aufleben lassen.“
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