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丨瑞士

2025/01/20 00:00:00
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African Chalet: Francis Kéré schuf in Gstaad mit vielen internationalen Künstlern einen Rückzugsort voller Individualismus
In Zusammenarbeit mit dem Pritzker-Preisträger Francis Kéré verwirklichte Nachson Mimran im malerischen Gstaad ein Gasthaus, das auf beeindruckende Weise verschiedene Kulturen miteinander verbindet
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AD100-Architekt und Pritzker-Preisträger Francis Kéré ließ gemeinsam mit zahlreichen Künstlern ein Chalet in der Schweiz entstehen, in dem verschiedenste Kulturen aufeinandertreffen.
Viele Köche, heißt es, verderben den Brei. Aber der Freigeist und Aktivist Nachson Mimran, Mitbegründer der Plattform To.org, einer Non-Profit-Organisation rund um die Themen Klimawandel und Migration, ist keiner, der sich von abgedroschenen Phrasen bremsen lässt. „Je mehr, desto besser“, meint er. „Lassen wir es krachen!“ Diese Art zu denken gefiel einem Unternehmer und Philanthropen, der für sich in Gstaad ein Haus bauen wollte. Wobei: Es sollte mehr als nur ein Haus sein – ein Ort der Begegnung, ein Katalysator für kulturellen Austausch mit Designern und Macherinnen aus aller Welt, besonders aus Afrika und der afrikanischen Diaspora.
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Um Hochwertiges herzustellen, braucht man keine teuren Materialien, sagt Francis Kéré. Für seine spektakuläre Installation über dem Pool verwendete er 9964 lasergeschnittene Bambusstämme.
Ein afrikanisch anmutendes Chalet inmitten der Schweizer Berge
Der Bauherr beauftragte Mimran mit der kreativen Leitung des Projekts. Und der fragte sich: „Welche Ideen entstehen, wenn man eine Menge starker Persönlichkeiten zusammenbringt?“ So kam der Francis Kéré
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Nachson Mimran und Francis Kéré sollten nicht lange allein bleiben. An diesem Projekt war ein rundes Dutzend kreativer Köpfe beteiligt. In Gstaad machten sich die beiden daran, zwei klassische Chalets in Bühnen für ein zeitgenössisches Alles-ist-möglich-Ensemble zu verwandeln. Mit Chaletbau Matti, einem Unternehmen, das sich auf den traditionellen alpinen Haustyp spezialisiert hat, begannen sie, Pläne zu schmieden. Virtuell immer mit am Tisch saßen die örtlichen Baubehörden mit ihren superstrengen Vorschriften, die einem hier alles vorschreiben, vom Fassadenstil bis zum Winkel, den ein Dach haben darf.
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Die Außenfassade des ausgefallenen Chalets fügt sich nahtlos in die alpine Nachbarschaft ein. Ein auffallendes Augenmerk hingegen ist der rundbogige Übergang aus Bambusstäben vom Innen- zum Außenpool.
„Gstaad ist wie ein Märchen, sehr charmant, aber auch sehr ­homogen“, sagt Mimran. „Diese Zwänge führten uns automatisch dazu, unkonventionell zu werden.“ Was traditionell blieb, waren die Hüllen. Im Inneren der nebeneinanderliegenden Häuser nahmen er und Kéré eine Reihe von Interventionen vor, die den vielfältigen Ambitionen des Anwesens entsprechen. Mimran nennt die Bereiche Regenerieren, Denken und Spielen.
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Im Inneren der Sauna spiegelt sich die geschwungene Form des Pools in den U-förmigen Sitzbänken wider. Selbst im privaten Spa-Bereich herrscht pure Individualität. Der Entspann-dich-Bereich verbindet die Chalets. Es gibt dort zum Beispiel eine architektonisch sehr interessante Sauna sowie einen Pool, der das Innen und Außen verbindet und für den Kéré eine wellenförmige Decke aus fast 10 000 unterschiedlich langen Bambusstäben entwarf. „Man braucht keine teuren Materialien, um etwas Einzigartiges und Hochwertiges zu erschaffen“, sagt Kéré, der berühmt ist für seine Pionierarbeit in Sachen alternative Bautechniken. Er vergleicht seine Installation in leichter Selbstironie mit dem Universum – „wenn auch in einer etwas anderen Konfiguration“. Der Pool soll alle Sinne ansprechen, die visuellen, die emotionalen und die taktilen, sagt Kéré, denn: „Wasser umarmt uns.“
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Wie vom Meer geformt dringt das Becken des Pools wellenartig von außen in das Untergeschoss des Chalets ein.
Mehr als nur ein Partykeller
Im Untergeschoss befindet sich der Play-Bereich mit einer Diskothek und einer Gaming-Zone. Dafür holte sich Kéré Unterstützung bei Thomas Karsten und Alexandra Erhard von Studio Karhard
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Studio Karhard aus Berlin gestaltete die Bowlingbahn mit einem Wandgemälde von Vixtor Ekpuk.
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Die Diskothek, die durch den rundum offenen Kamin in der Mitte des Raumes besonders einladend wirkt, wurde ebenfalls von Studio Karhard entworfen.
Ein Forum für Denker
Der Wohnbereich eines der Chalets wurde zum sogenannten Think Forum. In dessen Mitte setzte Kéré einen rundum verglasten Kamin mit imposanter Haube. Sie lenkt den Blick nach oben, wenn man so will: zum Him­mel, und regt in ihrer asymmetrischen Form dazu an, „die Gedanken in verschiedene Richtungen schweifen zu lassen“.
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Der Kamin im zweiten großen Salon steht zentral im Raum – wie die Feuerstellen aus Kérés Kindheit; die Hocker sind von Madoda Fani.
In seiner Kindheit, erinnert sich Kéré, gab es in seinem Dorf keinen Strom. „In kalten Nächten saß man am Feuer. Dort wurden Geschichten erzählt. Das war meine Vision – ein Platz, an dem die Gemeinschaft des Hauses zusammenkommt.“
Im anderen Chalet ist eine Treppe sehr präsent, zu der ihn ein Affenbrotbaum inspirierte, „ein Symbol für Weisheit und Sicherheit“, so Mimran.
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Die hölzerne Wendeltreppe im Wohnbereich ist einem Affenbrotbaum nachempfunden. Zahlreiche Künstler waren an dem Projekt beteiligt. Außer ihm, Kéré und Studio Karhard waren noch viele weitere Talente an dem Projekt beteiligt. Das Londoner Designbüro Muza Lab etwa, der britische Künstler-Architekt Yinka Ilori oder der französische Licht­gestalter Hervé Descottes, der die exquisite Beleuchtung der Räume kalibrierte. Die Landschaftsarchi­tektin Sara Zewde gestaltete den Garten. Aissa Dione lieferte Stoffe, Ini Archibong die Kronleuchter, von denen der spektakulärste wie ein monumentales Glas­perlenspiel das Treppen­haus hinabfällt. Hinzu kommen ortsspezifische Kunstwerke von Billie Zangewa, Esther Mahlangu und Rashid Johnson.
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In der imposanten Wohnhalle ließ Francis Kéré die auf halber Höhe verlaufenden Holzbalken mit geometrischen Ornamenten verzieren. Sie erinnern an Muster westafrikanischer Stoffe. Die Wandgemälde rechts oben schuf Rashid Johnson.
Und es ist noch mehr in Planung: Auf dem Gelände soll in einem dritten Chalet eine Künstler­residenz entstehen. Rückblickend sagt Mim­ran: „Das Team ist bei diesem Projekt definitiv über sich hinausgewachsen. Wir gaben allen die Erlaubnis zu scheitern, aber auch groß zu träumen.“ Da war kein Platz für Egoshows. Oder wie Francis Kéré es formuliert: „Es ist das Miteinander, durch das wir Harmonie schaffen.“
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im Garten stammt vom dänischen Kollektiv Superflex.
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