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Kropfhaus Waidhofen an der Ybbs
Wir versuchen, mit unserem Konzept die Aura des ehrwürdigen Kropfhauses zu stärken und sowohl Haptik und Atmosphären der gotischen Grundstruktur zu erhalten als auch in diesem Sinne weiterzudenken. Die wenigen Eingriffe sind umso eindeutiger gesetzt und ablesbar. Eine klare Erschließungsstruktur stärkt die Orientierbarkeit im Haus und bringt Logik in die räumliche Organisation.
Wir schlagen vor, das Gebäude als klassisches Stadthaus zu etablieren. Die oberen Etagen werden mit qualitativ hochwertigen Wohnungen ausgebaut, welche das Flair des Altbaus ausspielen und das Sein in der Altstadt zu zelebrieren vermögen. Der Durchgang im Erdgeschoss bietet einen Durchblick bis in den Innenhof, wird technisch aber von einem verglasten Windfang, der in ein zentral eingefügtes Stiegenhaus überleitet, geschlossen. Stadtplatzseitig werden beiderseits öffentliche Nutzungen angeboten, wir denken da an ein barrierefreies WC für den Platz, Beratungsbüros oder eine freie Bücherbörse, die dem vorgelagerten Lesegarten am oberen Stadtplatz mit niederschwellig konsumierbarem Inhalt eine neue Aufenthaltsqualität verleiht.
Der Innenhof ist der gemeinschaftlichen Nutzung durch die Hausbewohner vorbehalten. Das stärkt die Attraktivität der Wohnungen ungemein. Als grüne Oase bildet der Hof das Herz der Anlage, um das sich eine Sommerküche für alle, Gewölbe-Spa mit Sauna, aber auch notwendige Lagerräume wie ein Fahrradabstellraum gruppieren.
Die schmalen Arkaden werden durch die neue Erschließung nicht mehr als Gänge benötigt und damit zu Aufenthaltsloggien, welche bei der Aufweitung einer neuen Fenstertüre auch mehr nutzbare Tiefe erhalten können.
Baukünstlerische Aspekte
Zwei unter Bedacht auf die Position der tragenden Mauern neu eingeschnittene Patios führen Licht und Luft tief ins Innere, an ein neues Stiegenhaus und zu den Kernzonen von Wohnungen. Eingeschnittene Dachterrassen bieten den 3 großen Dachwohnungen Freiräume und besonnen ohne vorspringende Aufbauten an den einsehbaren Positionen.
Einzig eine auf die Mitte des Hauses gesetzte Turm-Gaupe nutzt den Dachraum mit Ausblick aus den ‚Turmzimmern’, sie ist in Cortenstahl gekleidet gedacht und damit farblich an den Biberschwanzziegel angeglichen, der natürlich verwittert und die ursprüngliche historische Eindeckung wieder aufgreift.
Die Stadtplatzfassade als Gesicht des Hauses soll beinahe unverändert restauriert werden. Nur die drei Erdgeschossfenster erhalten ein abgesenktes Parapet und tiefe in Eichenholz gekleidete Laibungen, sie werden damit zu Schaufenstern und einladenden Sitznischen. Das Entfernen des Tores erzeugt mit tiefem Einblick eine Geste der Offenheit.
Konstruktion/statische Ausführung
Die neuen Eingriffen nehmen selbstverständlich die statische Logik des Bestandes auf, klären aber auch gleichzeitig die durch Umbauten im Laufe der Zeit verursachten Unstimmigkeiten. Die Erschließungsstruktur ist nun klar über alle Ebenen organisiert, über dem erdgeschossigen Durchgang liegen auch die Haupterschließungsgänge der oberen Etagen, das Stiegenhaus sitzt im zentralen Patio.
Stahlbetondecken ersetzten nicht zu erhaltende Holzdecken und steifen das Gebäude besser aus. Zudem bringen sie bisher unbekannten Schallschutz ins Gebäude. Einer neuer Dachstuhl bildet den historischen nach und führt die Lasten schlüssig auf die Tragstruktur darunter.
Wirtschaftlichkeit
Durch behutsames Einpassen der teilweise großen Eingriffe in die historische Struktur werden technisch aufwändige Maßnahmen vermieden. Ein Weiterbauen mit vorgefundenen Bauweisen und Materialien führt insgesamt zu einer möglichst wirtschaftlichen Gesamtlösung.
Status
Wettbewerb 2. Preis
Waidhofen an der Ybbs
2025
Team Wettbewerb
Airam Eloende González Dorta
Ursula Hertl
Gernot Hertl
客服
消息
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