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WAREN RAUMINSTALLATION | Peter Grundmann Architektur
WAREN RAUMINSTALLATION
ZEITRAUM
STANDORT
STATUS
KATEGORIE
2003
Waren, Müritz
Fertiggestellt
Kunst
Magisches Dreieck. Rauminstallation.
Situation:
Eine Baulücke in zentraler Lage, gegenüber ein denkmalgeschütztes, jedoch stark verfallenes Gebäude und daneben ein gerade fertiggestelltes Wohnhaus, das ein Idealbild modernen Bauens verkörpert.
Waren ist eine touristisch geprägte Stadt, deren historischer Kern weitgehend saniert wurde. Fassaden dienen hier zunehmend als Träger von Botschaften und Inszenierungen, die weniger über die tatsächliche Nutzung oder Inhalte aussagen, sondern Idealbilder der jeweiligen Akteure transportieren. Die äußere Erscheinung steht oft in keinem Verhältnis zum Inneren.
Die zufällige Konstellation aus verfallener Ruine, Idealhaus und unbebauter Lücke bildet ein spannungsreiches Ensemble. Dieses „magische Dreieck“ eröffnet Einsichten, die in der polierten Oberfläche der Stadt verborgen bleiben – Informationen, die die Stadt im Grunde lieber verschweigen würde.
In die Ruine wird ein Raum als Wahrnehmungskatalysator eingebaut. Das ehemalige Schaufenster wird entfernt, die Rückwand vollständig verspiegelt.
Der nun wieder begehbare Ladenraum erzeugt durch den Spiegel eine überraschende räumliche Tiefe, die zusätzlich die Spiegelung der gegenüberliegenden Baulücke einbezieht.
Dadurch wird die Lücke selbst zum visuellen Mittelpunkt. Wer hineingelockt wird, betritt die Lücke, wendet sich zur Straße – und richtet den Blick auf das Idealhaus. Diese Perspektive eröffnet eine Distanz, die in der engen mittelalterlichen Stadt sonst kaum möglich ist.
Aus dieser Position erscheint das Idealhaus, ohnehin eine reine Fassadeninszenierung, endgültig als Kulisse ohne räumliche oder inhaltliche Tiefe.
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